Kaum zu Glauben aber wir sind nach einer kurzen Zugreise von Hakone an unserem letzten Ziel, Tokyo, angekommen und waren sogleich vollkommen überfordert, mit vollem Gepäck auf der Shinjuku Zugstation gestrandet. Dieser Bahnhof war wahrlich ein kleines Puzzle für uns und unsere Zündschnur durch das schwere Gepäck schon ein wenig strapaziert. Wider Erwarten, haben wir es dann doch in unser Hotel nahe dem Akihabara Bezirk geschafft und uns eine kurze Rast gegönnt. Den ersten Abend verbrachten wir dann in besagtem Bezirk, mit einem wohlverdienten Abendessen und dem anschließenden Durchstöbern von dutzenden Shops die Figuren aus bekannten Anime oder Videospielen anboten. Gegen Ende verloren wir uns auch in einer riesigen Spielhalle und gewannen sogar eine Figur aus einem Greifautomaten nach mehrmaligem Versagen. Mein erster Gewinn aus einer solchen Maschine.


Tag 2 kehrten wir dann, nach langem erholsamen Schlaf und Frühstück im Hotel, zurück zu unserem ersten Kontakt mit Tokyo, dem Shinjuku Bezirk. Wir erkundeten den Gyoen Park, der möglicherweise ein beliebtes Sonntagsziel für einheimische Familien zu sein scheint, oder dort ist jeden Tag so viel los, das konnten wir noch nicht eruieren. Der Park war sehr sauber und schön gestaltet mit einer Vielzahl an weiten Grünflächen auf denen kleine Kinder tollten, sowie einem Rosengarten, einem Teich und einem Gewächshaus für exotischere Pflanzen. Wir entschieden uns hier einfach entspannt hindurch zu spazieren, immer wieder vor dem heizenden Sonnenlicht flüchtend, im Schatten zu pausieren und die belebten Eindrücke eines traumhaften Sonntag Vormittags für die Familien der Stadt mitzuerleben.



Anschließend wechselten wir zum Meiji-Schrein, ebenfalls einer Parkanlage sehr ähnlich, jedoch mit einer etwas größeren Tempelanlage im Zentrum. Ehrenhafterweise durften wir hier Zeuge einer kleinen japanischen Hochzeit werden, als sich die Hochzeitsgesellschaft in mitten von hunderten Sightseeing-Geilen aus dem Tempel zurückzog um ein Fotoshooting im abgesperrten Tempelareal durchzuführen.

Die letzten beiden Stopps waren die Einkaufsstraßen in Shinjuku und am Abend dann nochmals in Akihabara, da diese, beide, am Sonntag zu einer Fußgängerzone umfunktioniert werden, wodurch die Eindrücke und Menschenmengen sich im Vergleich zum Vorabend drastisch änderten. Insbesondere in Shinjuku waren die Straßen gefüllt mit Reklametafeln und der ein oder anderen übergroßen Figur auf den Dächern der Hochhäuser.



Am nächsten Tag entschieden wir uns, unser Sightseeing in Tokyo ein wenig aufzupeppen, da wir vieles von hier auf die ein oder andere Art in unserem Urlaub schon so ähnlich gesehen hatten, minus der Menschenmassen. Also sprinkelten wir neben unserem Besuch im Asakusa Senso-Ji Tempel und dem Kaiserpalast in Tokyo, auch noch kleine Sehenswürdigkeiten wie eine riesige Uhr aus dem Ghibli Universum, eine massive Godzilla Statue und ein kleines Viertel, welches dem Harry Potter Wahnsinn verfallen ist.
Um zum Senso-ji Schrein zu gelangen, starteten wir am Kaminarimon, dem Thunder Gate, und spazierten über die Nakamise Shopping Street geradewegs bis hin zum Tempel. Der Anblick durch das Gate, entlang einer langen geraden Einkaufsstraße bis hin zum Schrein am Ende, den ganzen Weg über gefüllt mit dem Gewuchsel der Besucher, entpuppte sich als befriedigender Anblick. Aber die jeweiligen Einzelteile waren keine Neuheit mehr für uns. Das Gate und der Tempel waren uns in ähnlicher Ausführung aus unsere Zeit in Japan bereits bekannt und während die Einkaufsstraße einen gewissen Charme hatte, kannten wir so ziemliche alle Souvenirs die hier angeboten wurden ebenfalls.

Also entschieden wir uns nach ein paar wenigen Schnappschüssen, die Location zu verlassen und uns auf dem Weg zum Kaiserpalast zu machen. Hier hatten wir leider den Fehler gemacht uns auf Google Maps zu verlassen, denn der Großteil der Anlage ist Montags geschlossen während die App uns anderes verkaufte. Wir konnten jedoch einen Blick auf die bekannte Nijubashi-Bridge erhaschen bevor wir uns zum unkonventionelleren Teil unseres Tages aufmachten.

Nachdem wir am Vortag den übergroßen Godzilla Kopf an einem Häuserdach erblickten, gingen wir mit Erwartungen einer massiven Godzilla Statue zu unserem nächsten Ziel, unsere Erwartungsblase wurde jedoch schnell zerplatzt, als wir sahen, dass die Statue dann doch nur ca. menschengroß war.

Immerhin waren unsere letzten zwei Ziele dann doch die Reise wert. Die Ghibli-Uhr war ein riesiges Uhrwerk mit verschiedensten Figuren und kleinen Türchen die sich ungefähr alle 3 Stunden unter Begleitung von Musik begannen zu bewegen und eine kleine Show präsentierten. Da wir unsere Ankunft dort perfekt getimet hatten, konnten wir das ganze hervorragend mitverfolgen. Hier zu beachten ist auf jeden Fall ein paar Minuten vorher anwesenden zu sein, da das Schauspiel 2-3 Minuten vor Punkt begann.

Und nun zum letzten Ziel, eine U-Bahn Station und ein kleines Einkaufsviertel, die mit Bannern der 4 Schulhäuser, mit Figuren und Objekten aus den Filmen sowie mit Filmfassaden verziert waren und uns echt einluden hindurchzuspazieren. Eine simple Idee, aber echt toll umgesetzt und einen kleinen Zwischenstopp wert.



Da wir beide dann doch mit Harry Potter in Film als auch in Buchform aufgewachsen sind und die Bilder und Musik nostalgische Gefühle in uns hochkommen lässt, haben wir uns entschieden den nächsten Tag in der „Making of Harry Potter“ Warner Bros. Tour fortzusetzen, in der die Kulissen und Szenen aus dem Film anzufinden sind.
English:
It’s hard to believe, but after a short train journey from Hakone, we arrived at our final destination, Tokyo, and were immediately completely overwhelmed, stranded at Shinjuku Station with all our luggage. The station was a real puzzle for us, and our patience was already a bit frayed by the heavy luggage. Contrary to expectations, we did eventually make it to our hotel near the Akihabara district and treated ourselves to a short rest. We then spent our first evening in that very district, enjoying a well-deserved dinner followed by a browse through dozens of shops selling figures from well-known anime or video games. Towards the end, we also got lost in a huge arcade and even won a figure from a claw machine after several failed attempts. My first win from such a machine.


On day 2, after a long, restful sleep and breakfast at the hotel, we returned to our first port of call in Tokyo, the Shinjuku district. We explored Gyoen Park, which seems to be a popular Sunday destination for local families, or perhaps it’s just that busy every day – we haven’t been able to figure that out yet. The park was very clean and beautifully laid out, with plenty of open green spaces where small children were playing, as well as a rose garden, a pond and a greenhouse for more exotic plants. We decided simply to take a relaxed stroll through it, repeatedly seeking shelter from the scorching sunlight, pausing in the shade and soaking up the lively atmosphere of a dreamy Sunday morning for the city’s families.



We then moved on to Meiji Shrine, which is also very much like a park, though with a slightly larger temple complex at its centre. We were fortunate enough to witness a small Japanese wedding here, as the wedding party emerged from the temple amidst hundreds of sightseers to hold a photo shoot in the cordoned-off temple grounds.

The last two stops were the shopping streets in Shinjuku and then, in the evening, back to Akihabara, as both are converted into pedestrian zones on Sundays, which meant the atmosphere and crowds changed drastically compared to the previous evening. In Shinjuku in particular, the streets were filled with billboards and an odd oversized figure on the roofs of the skyscrapers.



The next day, we decided to spice up our sightseeing in Tokyo a little, as we’d already seen much of it in one way or another during our holiday, minus the crowds. So, alongside our visit to Asakusa’s Senso-ji Temple and the Imperial Palace in Tokyo, we also popped into smaller attractions such as a giant clock from the Ghibli universe, a massive Godzilla statue and a small neighbourhood that has fallen under the spell of Harry Potter mania.
To get to Senso-ji Temple, we started at Kaminarimon, the Thunder Gate, and strolled along Nakamise Shopping Street straight to the temple. The view through the gate, along a long, straight shopping street to the shrine at the end, filled all the way with the throng of visitors, turned out to be a satisfying sight. But the individual elements were nothing new to us. We were already familiar with the gate and the temple from our month in Japan, and whilst the shopping street had a certain charm, we were also familiar with pretty much all the souvenirs on offer there.

So, after taking a few snapshots, we decided to leave the location and make our way to the Imperial Palace. Here, unfortunately, we made the mistake of relying on Google Maps, as most of the complex is closed on Mondays, whilst the app had led us to believe otherwise. We were, however, able to catch a glimpse of the famous Nijubashi Bridge before setting off on the more unconventional part of our day.

Having spotted the oversized Godzilla head on a rooftop the day before, we headed to our next destination expecting a massive Godzilla statue; however, our expectations were quickly vanquished when we saw that the statue was, in fact, only about human-sized.

At least our last two destinations were well worth the trip. The Ghibli Clock was a huge clockwork mechanism featuring all sorts of characters and little doors that began to move roughly every three hours, accompanied by music, putting on a little show. As we’d timed our arrival there perfectly, we were able to watch the whole thing brilliantly. It’s definitely worth arriving a few minutes early, as the show began 2–3 minutes before the hour.

And now on to our final stop, a subway station and a small shopping area, decorated with banners featuring the four houses, characters and props from the films, as well as film-themed facades – it really made us want to wander through. A simple idea, but brilliantly executed and well worth a quick stop.



As we’d both grown up with Harry Potter, both in film and book form, and the images and music stirred up feelings of nostalgia in us, we decided to continue the upcoming day with the „Making of Harry Potter“ Warner Bros. Tour, where the sets and scenes from the film can be found.