Takayama 2 – Japanese Alps is what we do

Der erste Tag der zweiten Hälfte in Takayama war möglicherweise unsere erste Niete der gesamten Reise – hoffentlich bleibt es auch dabei. Wir starteten am frühen Vormittag mit dem Bus zum Shinhotaka Ropeway, eine Seilbahn die uns auf ca. 2200m in die Japanischen Alpen brachte. Das Wetter war nicht sonderlich prickelnd vorhergesagt, besonders für den Nachmittag, also entschieden wir uns die Seilbahn als erstes Ziel anzufahren. Das Wetter hielt und während der Fahrt konnten wir einige schöne Anblicke genießen, aber am Ende der Seilbahn angekommen wurden wir in flauschigem Weiß der Wolken gebadet und mit leichtem Regen begrüßt. Den Ausblick konnte man sich einbilden, also ging es für uns wieder zurück hinunter. Ein kleines Highlight bei der Abfahrt – ein Bär wurde an der Spitze eines dünnen blätterlosen Baumes inmitten eines blätterlosen Waldes gesichtet, wir konnten unseren Augen kaum trauen und das Spektakel unserer Kamera nicht zumuten (wir waren zu spät dran).

Endlich wieder mit festem Boden unter den Füßen und dem startenden Regen im Nacken, ging es für uns anschließend mit dem Bus wieder zurück Richtung Takayama, jedoch mit zwei geplanten Zwischenstopps. Der Erste der beiden war die Okuhida Bear Ranch, die uns leider nicht  allzu sehr begeisterte. Es gab dort eine große Anzahl an Bären, die allesamt unglaublich süß und niedlich waren, jedoch hatten wir das Gefühl, dass die Gehege nicht ganz das Gelbe vom Ei waren und die Aktivität, die Bären von der Ferne mit Futter zu „bewerfen“, welches man im Zuge des Eintritts bekam, führte zu etwas komischen Momenten.

Hier verblieben wir nur ca. eine halbe Stunde, bevor wir uns zum letzten Stopp, der Hida Great Limestone Cave machten. Dieser Stopp blieb uns leider verwehrt, da der Bus für eine Weile im Stau stecken blieb und unseren etwas engeren Zeitplan ein wenig über den Haufen warf. Wir entschieden uns, die Höhle auf den nächsten Tag, nach unserer Zeit im Kamikochi National Park, zu verschieben und kehrten zurück nach Takayama.

Um den etwas floppigeren Tag noch gebührend abzuschließen, waren alle drei Restaurants, die in der engeren Wahl für ein Abendmahl standen, vollkommen ausgebucht. Allen Widrigkeiten trotzend, waren wir in der Lage noch ein leckeres Abendessen mit kurzer Wartezeit zu finden und uns anschließend optimistisch für den nächsten Tag in Kamikochi zur Ruhe zu legen.

Den letzten Tag in Takayama starteten wir vor den ersten Sonnenstrahlen, um unseren Zeitplan unterzubringen und den Massen an Besuchern zu entrinnen. Vom Busbahnhof in Takayama ging es schnurstracks zum Kamikochi Nationalpark und dort angekommen wurden wir gleich von fabelhaften Blicken auf schneebedeckte Gipfel in gleißendem Sonnenlicht begrüßt. Ein wahrlich traumhafter Anblick. Wir entschieden uns dann dort, den Tag ein wenig entspannter anzugehen und wählten eine Route durch den Nationalpark die zwar 4-5 Stunden dauerte, jedoch hauptsächlich in flachem Gelände durch Waldstücke und entlang des Flussbettes führte.

Wir traten dann zu Mittag unsere Heimreise an und mussten uns bereits in einer Schlange anstellen, um anschließend mit dem dritten Bus zurückfahren zu können – ich will nicht wissen, was dann am späteren Nachmittag los sein muss. Bevor wir jedoch ganz nach Takayama zurückkehrten, ging es für uns noch zur Tropfsteinhöhle.

Die Tropfsteinhöhle war grundsätzlich so wie man sie einem bekannt sind, diese hatte den Vorteil, dass sich hier die Mühe gemacht wurde, die verschiedenen Kammern und Öffnungen in den Wänden schön auszuleuchten um schöne und interessante Effekte zu erzielen.

Der abschließende Tag hat die kleine Niete des Vortages gut wieder ausgeglichen und wir konnten uns befriedigt unserem nächsten Ziel, Hakone, widmen. Abschließend sollte noch gesagt sein, Takayama war eine echte Wundertüte und sollte bei jeder längeren Japanreise einen Stopp wert sein. Die Stadt selbst ist klein aber fein und agiert als Hub für die komplette umliegenden Region, die einige tolle Orte zu bieten hat.

English:

The first day of the second half of our stay in Takayama was perhaps the first let-down of our whole trip – hopefully it will stay that way. We set off early in the morning by bus to the Shinhotaka Ropeway, a cable car that took us up to around 2,200 metres in the Japanese Alps. The weather forecast wasn’t particularly promising, especially for the afternoon, so we decided to make the cable car our first destination. The weather held up and we were able to enjoy some lovely views during the ride, but upon reaching the top of the cable car, we were bathed in fluffy white clouds and greeted by a light drizzle. We could only imagine what the view was like, so we headed back down again. A small highlight on the way down – a bear was spotted at the top of a slender, leafless tree in the middle of a leafless forest; we could hardly believe our eyes and couldn’t bring ourselves to subject our camera to the spectacle.

Finally back on solid ground with the rain starting to fall, we then took the bus back towards Takayama, though with two planned stops along the way. The first of the two was the Okuhida Bear Ranch, which unfortunately didn’t impress us all that much. There were a large number of bears there, all of whom were incredibly sweet and cute, but we felt that the enclosures weren’t quite up to scratch, and the activity of ‘throwing’ food at the bears from a distance – which you were given as part of the admission – led to some rather odd scenes.

We only stayed here for about half an hour before heading to our final stop, the Hida Great Limestone Cave. Unfortunately, we were unable to visit this stop as the bus got stuck in a traffic jam for a while, throwing our somewhat tight schedule into disarray. We decided to postpone the cave visit until the next day, after our time in Kamikochi National Park, and returned to Takayama.

To round off what had been a somewhat disappointing day, all three restaurants on our shortlist for dinner were fully booked. Nevertheless, we managed to find a delicious dinner with a short wait and then went to bed feeling optimistic about the next day in Kamikochi.

We set off on our last day in Takayama before the first rays of sunshine to stick to our schedule and avoid the crowds of visitors. From Takayama bus station, we headed straight for Kamikochi National Park, and upon arrival we were immediately greeted by fabulous views of snow-capped peaks in the glistening sunlight. A truly marvellous sight. We then decided to take a more relaxed approach to the day and chose a route through the national park which, although it took 4–5 hours, mainly led across flat terrain through wooded areas and along the riverbed.

We set off on our journey home at midday and already had to queue up to catch the third bus back – I don’t even want to imagine what it must be like later in the afternoon. Before we returned all the way to Takayama, however, we paid a visit to the Hida Limestone Cave.

The cave was basically just as you’d expect, but it had the advantage that they’d gone through the trouble of lighting up the various chambers and openings in the walls beautifully to create lovely and interesting effects.

The final day more than made up for the slight disappointment of the previous day, and we will be able to set off to our next destination, Hakone, feeling satisfied. Finally, it should be said that Takayama was a real surprise package and is well worth a stop on any longer trip to Japan. The town itself is small but charming and acts as a hub for the entire surrounding region, which has some great places to offer.

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