Es ist endlich soweit, kaum zu Glauben, aber die erste Hälfte unserer Reise ist bereits um und ich darf endlich meine nicht vorhandenen Sprachskills auspacken. Frohlocket und jauchzet, denn wir sind in Osaka, Japan, angekommen.
Nach einem frühmorgendlichen Trip zum Flughafen in Seoul und einem entspannten zweistündigen Flug nach Osaka (unser letzter Flug vor dem Heimflug) sind wir zu Mittag im Land der aufgehenden Sonne gelandet und haben uns ein letztes Mal mit Cash und einer Public Transport Card (ICOCA) ausgestattet um unsere erste U-Bahn Reise Japans anzutreten. Der Start war recht holprig und das Public Transport System in Korea war, dem ersten Eindruck nach, um einiges intuitiver.
Nichtsdestotrotz kamen wir in unserer Unterkunft an und haben uns sogleich auf den Weg zum naheliegenden Shitennoji Tempel gemacht, der einer der ältesten Japans sein soll. Sofort ist uns das Alter des Tempels aufgefallen, er wurde um einiges schlichter gehalten als die koreanischen Tempel- und Palastanlagen, hat mir dadurch aber nicht schlechter gefallen, denn das Baudesign an sich machte ihn für mich etwas spannender.

Anschließend kehrten wir zurück in unser Hotel und rasteten bis zum Sonnenuntergang mit dem Plan die Aussichtsplattform des Tsūtenkaku Towers in der Nacht zu besteigen, sowie das Nachtleben des Shinsekai Marktes zu erkunden. Geplant, getan. Nach unserem ersten Abendessen in Japan, Sushi und Wagyu Rind, bestiegen wir den Turm und spazierten anschließend durch die leuchtenden Gassen des Marktes. Und ich muss ehrlich sagen, der Aufwand der betrieben wurde, um die Wände und Straßen mit Figuren und Malerei zu verzieren, war teilweise echt verrückt.


Tag 2 geht kurz nach dem Aufstehen bereits abenteuerlich weiter. Unser heutiges Ziel, den ganzen Tag in Universal Studios Japan (USJ) verbringen und diese fantastische Welt erleben. Den einzig anderen Vergnügungspark in diesem Ausmaß, den ich zuvor besucht hatte, war Disneyland Los Angeles und vergleichsweise konnten wir in USJ mehr ausprobieren. Das ist definitiv dem Express-Pass System zu verschulden. Wir haben uns im Vorhinein einen Pass mit den, für uns, ansprechendsten Fahrten ausgesucht, für 3 der 5 Fahrten fixe Timeslots bekommen und die letzten beiden konnten wir flexibel irgendwann im Laufe des Tages nutzen. Dadurch konnten wir unseren Tag in Universal Studios ein wenig darum herumplanen und alles ausprobieren.

Insbesondere die Harry Potter Wizarding World, als auch die Super Nintendo World waren Highlights des Tages und Meisterwerk der Immersion. Wir verbrachten in beiden jeweils mehrere Stunden mit all den Figuren, Shows und kleinen interaktiven Angeboten, die nicht attraktionsgebunden waren, durchstöberten die diversen Shops und genossen die Atmosphäre, die immer wieder mit offizieller Musik des Franchises untermalt war.



Die beiden besten Attraktionen für uns waren mit Abstand „Harry Potter and the Forbidden Journey“ und Jurassic Parks „The Flying Dinosaur“. Ersteres ist eine immersive Fahrt durch das Hogwarts Castle, die uns wortwörtlich vom Hocker gerissen hat, während „The Flying Dinosaur“ einfach mal die heftigste Achterbahn war, die ich kennenlernen durfte. Gefüllt mit Spiralen und Twists und das Ganze von Beginn weg kopfüber, führte zu einer einzigartigen Erfahrung, die einen definitiv orientierungslos lässt.


Auch die thematischen Restaurants, Speisen und Getränke, die in jedem Bereich anzufinden waren, waren eine Sehenswürdigkeit für sich. Von Calzone Pizza in Mariokarts grüner Panzer Form über Raptorenburger zu einem britisch inspirierten Mittagessen im „The Three Broomsticks“ mit Butterbier waren die Restaurants und Speisen selbst schon ein kleines Highlight.

Wir verließen den Park bereits nach Sonnenuntergang, als die abendliche Beleuchtung gerade zum Leben erwachte und machten uns, nachdem wir noch ein paar dieser nächtliche Eindrücke mitnahmen, auf den Weg zu einem wohlverdienten Abschluss eines tollen und ereignisreichen Tages.

Der nächste Tag begann diesmal wieder etwas entspannter, nach einem guten Frühstück in einem wirklich netten kleinen Café, geführt von einem älteren japanischen Pärchen, ging es für uns mit dem Zug nach Nara, Destination Nara Park. Es dauerte keine 5 Minuten von der Station bis wir schon das erste Reh am Gehsteig erblickten und kurze Zeit später gab es auch schon die Reh-Snacks zu kaufen und Feuer frei für das Reh-tümmel. Was folgt, war ein riesiges Parkareal, eng vernetzt mit diversen kleinen Tempel und Museumsanlagen mit Pfade die von Rehen und Menschen gleichermaßen gefüllt waren. Man kann Nara definitiv eine beliebte Touristenattraktion nennen.


Neben den Rehen, die ca. 80% der Zeit und Aufmerksamkeit in Nara beansprucht haben, haben wir uns die Kofukuji Anlage inklusive Ausstellung von Artefakten, aus einer lang vergangenen Zeit, angeschaut und eins wurde uns dabei klar, die Holzschnitzereien, die von vor über 1200 Jahren noch erhalten sind, wurden von meisterlichen Hand erschaffen. Sehr eindrucksvoll was hier ausgestellt wurde. Außerdem war auch der Isuien Garden eines unserer Ziele der Reise. Ein wirklich exquisiter japanischer Garten, der ursprünglich Teil des Nara Parks selbst war, bevor er vor einiger Zeit privat gekauft wurde und als Schaustätte für Tee-Zeremonien fungierte.


Abschließend statteten wir dem Tōdaiji Tempel noch einen kleinen Besuch ab, entschieden uns jedoch dagegen ihn ausführlich zu erkunden, da die Mengen an Touristen sich anscheinend dazu entschieden haben, dort zu konvergieren.

Also gab es für uns nur noch eines zu tun, wir besorgten uns ein leckeres Abendessen in einem Thunfisch spezialisierten Restaurant in Nara, wiedermal ganz vorzüglich, bevor wir nach Osaka zurückkehrten, um dort einen frühen Feierabend einzulegen.
Der finale Tag in Osaka bricht an, nachdem sich die Tage zuvor hauptsächlich abseits von Osaka abgespielt haben, stand die Stadt abschließend bei uns im Fokus. Der Tag begann mit Eindrücke des bekannten Einkaufsbezirks Dotonbori und einem Spaziergang zum Pokemon Center in Osaka – beinahe ein ganzes Stockwerk in einem Einkaufszentrum gefüllt mit einem Pokemonshop.

Danach ging es auch gleich weiter zu ein paar kleinen Landmarken der Stadt wie dem Riesenrad nahe des Hafens, sowie „The Jewelry“, ein kuppelartiges Gebäude, ebenfalls am Ufer der Stadt, welches für die Welt- Expo 2025 in Osaka als Touristenhub errichtet wurde. Beide Sehenswürdigkeiten waren für uns nur für einen kurzen Stopp und ein Foto relevant, wobei der damit verbundene kleine Spaziergang an der Hafenpromenade das Ganze ein wenig aufgefrischt hat.
Unser nächstes Ziel jedoch war das berühmte Osaka Castle. Eine Burganlage in einem riesigen Park zentral in Osaka gelegen, mit verschiedenen Straßenkünstlern und Händlern die Animefiguren und anderes verkauften. Das Schloss selbst war ein Gebäude mit 7 Stockwerken in denen die Geschichte Osakas und dem Bauwerk selbst mittels vergangener Relikte beschrieben wurde. Das 8. Stockwerk bildete anschließend eine Aussichtsplattform über den Park und die Stadt hinweg.

So wie wir den Tag begonnen hatten, beendeten wir ihn auch wieder. Mit einem erneuten, diesmal abendlichen, Besuch im Dotonbori, um dort das Getümmel und die leuchtenden Figuren und Reklametafeln zu erleben, die die Stadt bis jetzt vor uns verborgen hielt. Unerwarteterweise endete der Abend mit einer Menge Streetfood und chaotischem Karaoke.


Der nächste Stopp unserer Reise wird uns nach Mount Koya/Koyasan bringen, wo wir tiefer in die Kultur der buddhistischen Mönche hier in Japan eintauchen werden, bevor es uns dann endlich nach Kyoto verschlägt.
English:
The time has finally come – it’s hard to believe, but the first half of our trip is already over and I can finally put my non-existent language skills to the test. Rejoice, for we have arrived in Osaka, Japan.
After an early morning trip to Seoul Airport and a relaxed two-hour flight to Osaka (our last flight before heading home), we landed in the Land of the Rising Sun at midday and, once again, equipped ourselves with cash and a public transport card (ICOCA) before embarking on our first metro journey in Japan. It was a bit of a bumpy start, and the public transport system in Korea seemed, at first glance, far more intuitive.
Nevertheless, we arrived at our accommodation and immediately set off for the nearby Shitennoji Temple, which is said to be one of the oldest in Japan. We immediately noticed the temple’s age; it was kept much simpler than the Korean temples and palaces, but I didn’t like it any less for that, as the architectural design itself made it somewhat more intriguing.

We then returned to our hotel and rested until sunset, planning to climb the viewing platform of Tsūtenkaku Tower at night and explore the nightlife of Shinsekai Market. No sooner said than done. After our first dinner in Japan – sushi and Wagyu beef – we climbed the tower followed by a nice stroll through the brightly lit alleys of the market. And I have to say, the effort that has gone into decorating the walls and streets with figures and paintings was, in places, absolutely mad but impressive.


Day 2 continued in adventurous fashion shortly after we got up. Our goal for the day was to spend the whole day at Universal Studios Japan (USJ) and experience this fantastic world. The only other theme park of this scale I’d visited before was Disneyland Los Angeles, and by comparison, we were able to try out more at USJ. That’s definitely down to the Express Pass system. We’d chosen a pass in advance featuring the rides that appealed to us most, secured fixed time slots for three of the five rides, and were able to visit the last two flexibly at some point during the day. This allowed us to plan our day at Universal Studios around them and try everything out.

In particular, the Harry Potter Wizarding World and Super Nintendo World were the highlights of the day and masterpieces of immersion. We spent several hours in each, enjoying all the characters, shows and small interactive experiences not tied to specific attractions, browsing the various shops and soaking up the atmosphere, which was constantly accompanied by each franchise’s often too familiar soundtracks.



By far the two best attractions for us were “Harry Potter and the Forbidden Journey” and Jurassic Park’s “The Flying Dinosaur”. The former is an immersive ride through Hogwarts Castle that literally blew us away, whilst “The Flying Dinosaur” was simply the most intense rollercoaster I’ve ever experienced. Packed with spirals and twists, and flipped upside down right from the get go, it made for a unique experience that definitely leaves you disoriented.


The themed restaurants, food and drinks found in every area were also an attraction in their own right. From calzone pizza in the shape of Mario Kart’s green shell, to raptor burgers, to a British-inspired lunch at “The Three Broomsticks” with butterbeer, the restaurants and food were a little highlight in themselves.

We left the park just after sunset, as the evening lighting was just coming to life, and, having taken in a few more of these nocturnal sights, set off for a well-deserved end to a fantastic and eventful day.

The next day began a little more relaxed this time; after a good breakfast in a really nice little café run by an elderly Japanese couple, we took the train to Nara, destination Nara Park. It took less than five minutes from the station before we spotted the first deer on the sidewalk, and shortly afterwards there were deer snacks on sale and the deer were out in full force. What followed was a vast park area, closely interwoven with various small temples and museum complexes, with the paths filled with deer and people alike. Nara can definitely be called a popular tourist attraction.


Aside from the deer, which took up about 80% of our time and attention in Nara, we visited the Kofukuji complex, including an exhibition of artefacts from a bygone era, and one thing became clear to us: the wood carvings, still preserved from over 1,200 years ago, were created by master craftsmen. The exhibits here were very impressive. The Isuien Garden was also one of our destinations on the trip. A truly exquisite Japanese garden, which was originally part of Nara Park itself before being purchased privately some time ago and serving as a venue for tea ceremonies.


Finally, we paid a brief visit to Tōdaiji Temple, but decided against exploring it in detail as the crowds of tourists seemed to have converged there.

So there was only one thing left for us to do: we treated ourselves to a delicious dinner at a restaurant specialising in tuna in Nara – once again absolutely superb – before returning to Osaka to call it a day early.
Our final day in Osaka dawned; having spent most of the previous days outside Osaka, we finally turned our attention to the city itself. The day began with a stroll through the famous Dotonbori shopping district and a walk to the Pokémon Centre in Osaka, which occupies almost an entire floor of a shopping mall.

After that, we headed straight on to a few of the city’s smaller landmarks, such as the Ferris wheel near the harbour and ‘The Jewelery’, a dome-shaped building, also on the city’s waterfront, which was built as a tourist hub for the 2025 World Expo in Osaka.
Both sights were only worth a brief stop and a photo for us and most definitely much more attractive to visit during the night, though the accompanied short stroll along the harbour promenade freshened things up a bit.
Our next destination, however, was the famous Osaka Castle. A castle complex situated in a huge park in the centre of Osaka, with various street performers and vendors selling anime figures and other items. The castle itself was seven-storeys of history of Osaka and the structure itself through historical artefacts. The eight floor then served as a viewing platform overlooking the park and the city.

Finally, we returned to the scene of the crime and revisited Dotonbori, only this time at night to experience the hustle and the illuminated figures and billboards that had remained hidden from us before. After filling up with a bunch of street food, we unexpectedly dropped into a karaoke establishment to end the day.


The next stop on our journey will take us to Mount Koya/Koyasan, where we will delve deeper into the culture of the Buddhist monks here in Japan, before we finally make our way to Kyoto.