Ein weiterer Meilenstein in unserer Reise, die Fahrt von Kyoto nach Hiroshima mit unserem ersten Bullet Train absolviert. Die 400 km Strecke wurde mit mehreren Stopps in mehreren Städten und Orten in nur 90 Minuten absolviert, die Zeit ist wahrlich wie im Flug vergangen.

In Hiroshima angekommen, haben wir uns kurz im Hotel niedergelassen, um uns erst zum Abbruch des Abends in die Stadt zu werfen. Das Erste das uns auffiel, unser Hotel befand sich mitten im Finanzviertel der Stadt, wir stachen in unserer wanderfreundlichen Kleidung aus der Menge an Geschäftsleuten in Anzügen heraus, wie zwei Zitronen aus einer Kiste voll Granatäpfeln.
Nichtsdestotrotz mischten wir uns unter die Menge, erkundeten zum ersten Mal die Stadt und suchten unsere erste Mahlzeit in Hiroshima. Interessanterweise gab es in unserem Viertel Unmengen nette kleine Restaurants, jedoch mit 2 Hindernissen die wir zu bewältigen hatten. Die meisten der kleinen Restaurants haben am Eingang eine Art Automat, bei dem man bei einem Getränkeautomat auf Bilder drückt um seine Bestellung aufzugeben – die Crux an der Sache, der Automat nahm nur Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen und wir hatten weder noch parat und die gesamte Auswahl war in Japanisch. Schlussendlich wurden wir jedoch eines Bankomaten, sowie eines Restaurants fündig, das auch Kreditkarte als Zahlungsmittel annahm.
Unseren anschließenden ersten vollen Tag in Hiroshima verbrachten wir, witzigerweise, außerhalb von Hiroshima. Wir nahmen ein Boot vom Friedenspark weg auf die Insel Miyajima, um die Natur zu erkunden und unsere letzte geplante Wanderung der Reise anzugehen.
Aus der Fähre ausgestiegen, dachten wir schon, dass sie sich verfahren hat und wir irgendwie nach Nara kamen, da auch hier die Rehe einfach zwischen den Menschen spazierten und sich von ihnen nicht beirren ließen.
Kein Abenteuer in Japan kann ohne den Besuch des ein oder anderen buddhistischen oder shintoistischen Symbols stattfinden, also war unser erster Weg nach Ankunft und kurzer Ablenkung durch die süßen Rehe, sofort Richtung dem weltberühmten „schwebenden Torii Gate“, welches inmitten des Meeres errichtet wurde und nun als Sehenswürdigkeit mit den Gezeiten spielt.



Unser zweites Ziel auf der Insel, vor unserer kleinen Wanderung auf den Mt. Misen, war der Daisho-in Tempel. Eigentlich ist unser Pensum an Tempeln schon gut gefüllt, aber dieser war erfrischend einzigartig und definitiv einen Besuch wert. Besonderes Merkmal war der See an niedlichen und amüsanten Statuen die mit roten Wollmützen ausgestattet wurden.




Die Wanderung selbst war wieder auf der kürzeren, steinstufigen Seite aber belohnte uns mit einigen traumhaften Ausblicken über den Rest der Insel und über das Meer Richtung Hiroshima.

Unser letztes Ziel an diesem Tag war nach Ankunft zurück in Hiroshima am frühen Abend ein Spaziergang durch den Peace Memorial Park und die verschiedenen Friedensmonumente, die im Zuge des Angriffs von vor über 80 Jahren, errichtet wurden. Der Park selbst war äußerst sauber und schön hergerichtet und die verschiedenen Monumente haben definitiv zum Nachdenken angeregt.

Unseren letzten, leider verregneten Tag in Hiroshima verbrachten wir vormittags gleich im Peace Memorial Museum, um dort anzuknüpfen, wo wir am Vortag endeten. Das Museum schilderte die immense Zerstörung und die Nachwirkungen äußerst detailreich, unterstützt durch Video- Interviews von den Überlebenden. Ein wirklich tolles Museum, das einzige Manko sind jedoch die Massen an Besuchern, die gleichzeitig eingelassen werden. Man musste sich anstellen, um die Ausstellungsstücke zu betrachten, was unsere Erfahrung hier ein wenig gedämpft hat.

Anschließend verschlug es uns dann bei leichtem Regen, am Atomic Bomb Dome vorbei, zum Hiroshima Castle.


Das Schloss selbst war vergleichsweise kleiner als gewohnt aber der Park und das Areal waren angenehm und schön zu erkunden. Leider für uns mittlerweile keine Besonderheit mehr und durch den Regen haben wir den Bereich bald verlassen und machten uns auf den Rückweg zu unserem Hotel.


Abends ließ der Regen dann nach und wir machten noch einen kurzen Spaziergang durch die Stadt bevor wir uns auf die Weiterfahrt nach Takayama vorbereiteten.
Wir sind schon gespannt was Takayama für uns parat hält.
English:
Another milestone on our journey: we completed the journey from Kyoto to Hiroshima on our first bullet train. The 400-kilometre route, with several stops in various towns and cities, took just 90 minutes – the time really did fly by.

Once we arrived in Hiroshima, we settled into the hotel briefly before heading out into the city to round off the evening. The first thing we noticed was that our hotel was right in the heart of the city’s financial district; in our hiking gear, we stood out from the crowd of businesspeople in suits like two lemons in a box full of pomegranates.
Nevertheless, we mingled with the crowd, explored the city for the first time and sought out our first meal in Hiroshima. Interestingly, there were loads of lovely little restaurants in our neighbourhood, though we had two obstacles to overcome. Most of the small restaurants have a sort of machine at the entrance where you press pictures of the dishes you want to order – the crux of the matter was that the machine only accepted cash in small bills and coins, and we had neither to hand, and the entire selection was in Japanese. Eventually, however, we found an ATM and a restaurant that also accepted credit cards as payment.
Funnily enough, we spent the next day, our first full day in Hiroshima, outside of Hiroshima itself. We took a boat from the Peace Memorial Park to the island of Miyajima to explore the natural surroundings and tackle our final planned hike of the trip.
When we got off the ferry, we thought it had taken a wrong turn and we’d somehow ended up in Nara, as the deer were simply strolling amongst the people, completely unfazed by them, here as well.
No adventure in Japan is complete without a visit to one or two Buddhist or Shinto landmarks, so after arriving and a brief distraction from the cute deer, we headed straight for the world-famous ‘Floating Torii Gate’, which was built in the middle of the sea and plays with the tides as a tourist attraction.



Our second destination on the island, before our short hike up Mt. Misen, was Daisho-in Temple. We’d actually already seen our fair share of temples, but this one was refreshingly unique and definitely worth a visit. A special feature was sea of cute and amusing statues adorned with red woollen hats.




The hike itself was again on the shorter, stone-step side but rewarded us with some stunning views over the rest of the island and across the sea towards Hiroshima.

Our final destination that day, after arriving back in Hiroshima in the early evening, was a stroll through the Peace Memorial Park and the various peace monuments erected in the wake of the attack over 80 years ago. The park itself was extremely clean and beautifully maintained, and the various monuments certainly gave us food for thought.

We spent our final, unfortunately rainy, day in Hiroshima at the Peace Memorial Museum in the morning, picking up where we’d left off the previous day. The museum depicted the immense destruction and its aftermath in great detail, supported by video interviews with survivors. A truly great museum, though the only drawback is the sheer number of visitors admitted at any one time. We had to queue to view the exhibits, which dampened our experience here a little.

Afterwards, in light rain, we made our way past the Atomic Bomb Dome to Hiroshima Castle.


The castle itself was comparatively smaller than usual, but the park and grounds were pleasant and lovely to explore. Unfortunately, for us, it was no longer anything out of the ordinary, and because of the rain, we soon left the area and made our way back to our hotel.


In the evening, the rain eased off and we took a short stroll through the city before getting ready to continue our journey to Takayama.
We’re already looking forward to seeing what Takayama has in store for us.