Kyoto too – Feudal Japan sends its regards

Nachdem wir den Vortag, bereits in aller Früh, mit einem der beliebtesten Touristenziele von Kyoto verbrachten, entschieden wir uns Tag 4 unserer Zeit hier ein wenig entspannter anzugehen und vollkommen unerwartet den besten Tag in Kyoto zu haben. Unser einziger Termin für den Tag war ein Geisha Theaterstück inklusive vorhergehender Teezeremonie, aber dazu gleich noch mehr. Das erste Ziel des Tages, ein Tempelareal, welches wir bei der Heimfahrt am Vorabend, ganz in der Nähe unseres Hotels entdeckten und zu Fuß ansteuerten. Es war der Nishi Hongan-ji Tempel, den wir als erfrischend anders empfanden, mit zwei sehr großen Hallen, einem gülden verzierten Tor und einer Vielfalt an Blumen die die Außenmauer des Areals säumten.

Nach einer gründlichen Erkundung jeder Pforte, ging es dann von dort zum eigentlichen Highlight des Tages, dem Gion Bezirk und der Sannenzaka Einkaufsstraße. Diese Straße bzw der gesamte Bezirk sind die Verkörperung alter japanischer Kultur und entzückend zu erkunden. Ein Netzwerk aus verworrenen Gassen, allesamt flankiert von Kominkas (traditionelle japanische Holzbauten), in denen man Streetfood, Snacks und traditionelle Textil-, Holz- und Keramik- Handwerkskunst erwerben konnte. In den unsterblichen Worten von Gorm dem Wikinger „Ich war ganz entzückt“.

Danach statteten wir dem naheliegenden Kennin-ji Tempel noch einen kleinen Besuch ab und auch dieser hat uns sehr positiv überrascht. Der Fokus hier waren die Malereien und Zeichnungen in den einzelnen Zimmern der Anlage die meistens auf den Papierwänden angefertigt wurden, aber auch das ein oder andere massive Gemälde an der Decke einer Haupthalle.

Um die Kulturexplosion komplett zu machen, beendeten wir den Tag mit zuvor bereits erwähnter Teezeremonie und einem Geisha-Theaterstück. Die Teezeremonie, die wir als Teil der Theatererfahrung dabei hatten, war leider ein wenig enttäuschend, da es sehr überlaufen war und eher eine schnelle Abwicklung der Massen im Fokus stand. Aber die anschließende, einstündige Theateraufführung war den Besuch definitiv wert. Wir buchten einen englischen Audioguide hinzu, da meinen Japanisch- Kenntnissen nicht zu vertrauen ist, und erhielten einige essenzielle Informationen, um die Show vollauf verstehen und genießen zu können. Wenn man die Gelegenheit dazu hat, dann sollte man diese wirklich nutzen, es war für uns ein einmaliges Erlebnis und eine einzigartige Erfahrung.

Am letzten Tag in Kyoto ging es dann nochmal ein wenig außerhalb von Kyoto, zum Nintendo Museum. Um hier ein Eintrittsticket kaufen zu dürfen, musste ich Anfang Jänner an einer Art Gewinnspiel teilnehmen. Eigentlich eine wahnsinnige Prozedur, aber der Gedanke dahinter, scheint die Limitierung der Besucheranzahl zu sein und das erfolgreich. Das Museum selbst war in einen interaktiven Abschnitt und einen informativen Abschnitt unterteilt. Den Ersteren erlebten wir wie ein Mini-Universal Studios. Es gab eine Vielzahl an  Attraktionen an denen man teilnehmen konnte, beispielsweise konnte man zu zweit, mit einem Riesen- Nintendo 64 Kontroller, Bowser aus Super Mario 64 erlegen, oder im Wettbewerbsmodus gegeneinander in einem Super Mario themed Moorhuhnschießen versuchen den Highscore zu erreichen.

Es gab auch unmengen Stationen in denen man in Nostalgie schwelgen konnte und Klassiker der frühen Nintendo Era auf NES, SNES und Nintendo 64 Konsolen ausprobieren konnte. Wenn erwünscht konnte man sich auch als Mr. Game&Watch (1980er) ausgeben und dessen tägliche Herausforderungen hautnah erleben.

Der zweite Teil des Museums war eine kleine Reise durch die Zeit in der die Existenz der Firma Nintendo und dessen Produkte von 1889 bis heute erzählt wurde. Es war sehr spannend den Weg zu verfolgen den Nintendo genommen hat, um von einfachen Brettspielen und Spielkarten zu diesem mächtigen Videospielkonzern heranzuwachsen.

Während dem Museumsaufenthalt erweckten die verschiedenen Konsolen und Gameboys auch einige Kindheitserinnerungen in uns, in denen wir gerne verweilten. Und so mancher von uns hat in Vorbereitung auf den heutigen Tag auch wieder eine leichte Pokemon-Go Sucht gepflegt.

Abgeschlossen haben wir den Tag dann in einem hervorragenden Sushi Restaurant und unserer ersten echt japanischen Shiatsu Massage. Wir fühlten uns auf Wolke 7.

Wir sind sehr darauf gespannt was unser nächstes Ziel, Hiroshima, für uns in petto hat und freuen uns auch schon auf einen kleinen Tapetenwechsel.

English:

Having spent the previous day, very early in the morning, at one of Kyoto’s most popular tourist attractions, we decided to take a more relaxed approach to day 4 of our stay here and, quite unexpectedly, ended up having the best day in Kyoto. Our only appointment for the day was a geisha performance, including a tea ceremony beforehand, but more on that in a moment. The first destination of the day was a temple complex which we had spotted on our way home the previous evening, very close to our hotel, and headed towards on foot. It was the Nishi Hongan-ji Temple, which we found refreshingly different, with two very large halls, a gilded gate and a variety of flowers lining the outer walls of the grounds.

After a thorough exploration of the area, we continued to the real highlight of the day: the Gion district and Sannenzaka shopping street. This street – and in retrospect, the entire district – embodies ancient Japanese culture and is a delight to explore. A network of winding alleyways, all flanked by kominka (traditional Japanese wooden buildings), where one could buy street food, snacks and traditional textile, wood and ceramic handicrafts. In the immortal words of Gorm the Viking, “I was delighted”.

Afterwards, we paid a brief visit to the nearby Kennin-ji Temple, which also pleasantly surprised us. The focus here was on the paintings and drawings in the individual rooms of the complex, most of which were executed on paper walls, though there were also one or two massive paintings on the ceiling of a main hall.

To round off this cultural extravaganza, we ended the day with the tea ceremony mentioned earlier and a geisha theatre performance. The tea ceremony, which was part of the theatre experience, was unfortunately a little disappointing, as it was very crowded and the focus seemed to be on quickly processing the crowds. But the subsequent one-hour theatre performance was definitely worth the visit. We booked an English audio guide as my Japanese skills aren’t to be trusted, and this provided us with some essential information to fully understand and enjoy the show. If you have the chance, you really should take it; for us, it was a once-in-a-lifetime experience and a unique occasion.

On our last day in Kyoto, we headed a little way out of the city again, to the Nintendo Museum. To be able to buy an admission ticket here, I had to take part in a sort of prize draw at the start of January. It’s actually a mad procedure, but the idea behind it seems to be to limit the number of visitors – and it works, there were plenty of people but it wasn’t overcrowded. The museum itself was divided into an interactive section and an informative section. We experienced the former as a sort of mini Universal Studios. There were a variety of attractions to take part in; for example, two people using a giant Nintendo 64 controller, to try and defeat Bowser from Super Mario 64, or a group competing against each other in a Super Mario-themed Moorhuhn shooting game to try and achieve the high score.

There were also plenty of stations where you could indulge in nostalgia and try out classics from the early Nintendo era on NES, SNES and Nintendo 64 consoles or become real life Mr. Game&Watch (1980s) infront of a screen.

The second part of the museum was a brief journey through time, recounting the history of the Nintendo company and its products from 1889 to the present day. It was fascinating to follow the path Nintendo has taken, growing from simple board games and playing cards into this powerful video game corporation.

During our visit to the museum, the various consoles and Game Boys also brought back some childhood memories for us, which we were happy to dwell on. And some of us might have even indulged in a bit of a Pokémon Go addiction in preparation for today.

Finally, we rounded off the day at an excellent sushi restaurant and with our first proper Japanese Shiatsu massage. We felt like we were on cloud nine.

We’re very excited to see what our next destination, Hiroshima, has in store for us and are looking forward to a bit of a change of scenery.

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