Folgend der prekären Situation in der wir uns am Ende des letzten Eintrags wiedergefunden haben, darf ich freudig verlauten, dass wir es zwar äußerst gestresst, aber ohne große Verspätung und mit vollem Gepäck nach Shanghai geschafft haben. Nachdem der Abflug 2 Stunden später als geplant losging, konnte der Pilot eine Stunde wieder gut machen und gab uns eine Stunde um am Flughafen von Guangzhou durch 4 Kontrollen über den halben Flughafen zu rasen um es noch rechtzeitig zum Gate zu schaffen. Glücklicherweise wurden wir beim Ausstieg des Fliegers bereits empfangen und bekamen einen Sticker auf die Schulter der alle Mitarbeiter auf uns aufmerksam machte und sie veranlasste, uns wie Babysitter durch die Fast Tracks zu schleusen. Wir erreichten unser Gate schlussendlich 5 Minuten vor Boardingbeginn, nur um festzustellen, dass der Flieger noch nicht da ist und sich das Boarding um 30 min verspätet.
In Shanghai angekommen haben wir die erste Herausforderung gleich bravourös gemeistert. Eine 3-Tage Metrokarte, durch Interaktion mit einem anderen Menschen mittels simpler Worte und wilder Gestikulation, zu erwerben. Wir konnten hier auch gleich die App Alipay ausprobieren, die wir zuvor bereits eingerichtet haben, um sofort schmerzbefreit Käufe tätigen zu können. Definitiv ein must-have und die einzige Möglichkeit cashless unterwegs zu sein in Shanghai.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Metronetz der Stadt konnten wir uns schnell in unserem Hotel einfinden und nach einer kurzen Dusche wieder in die große weite Welt Shanghais schmeißen. Ziel für den ersten Tag: der Finanzbezirk Lujiazui und die größten Wolkenkratzer der Stadt, sowie eine Fahrt mit einem der schnellsten Lifte der Welt in den 118. Stock des Shanghai Towers mit 18 m/s (er ist der drittgrößter Turm der Welt, nachdem der Merdeka in Malaysien, der auf der Jagd nach Höhenmetern mit fragwürdigem Design gebaut wurde, den Shanghai Tower nun überragt). Definitiv eine atemberaubende Location und mit ein bisschen weniger Smog wahrscheinlich auch eine noch bombastischere Aussicht.

Eine wichtige Observation des ersten Tages, für eine Weltstadt mit über 25 Millionen Einwohnern kam sie uns erstaunlich ruhig vor und auch nicht massig überfüllt. Der Flow im Metronetz war angenehm und problemlos.
Nach unserem ersten Frühstücksbuffet der Reise mit äußerst ungewohnten Optionen, ging es für uns bei traumhaftem Wetter zum Gucun Park, eine riesige Parkanlage etwas außerhalb von Shanghai, zu unserem ersten und hoffentlich nicht letzten Besuch der weltbekannten Kirschblüten. Der Park ist übersät mit Kirschblütenbäumen in verschiedenen Farben, wobei die weißen Kirschblüten gerade ihre Hochzeit hatten.



Nach einigen Stunden im Park ging es für uns über einen kurzen Stopp im Tianzifang, einer belebten Einkaufsstraße, zurück zum Hotel für ein Nachmittagsschläfchen um fit für einen spätabendlichen Spaziergang entlang der Flussuferpromenade zu sein.
Wir hatten offensichtlich die gleiche Idee wie 4% der Stadt was uns ungefähr auf eine gefühlte Menschenmenge von 1 Million bringt und endlich mehr nach den Massen wirkte, die wir uns bei dieser Einwohnerzahl auch erwartet hatten. Die beleuchtete Skyline von der Promenade aus ist jedoch atemberaubend und jeden Moment des Getümmels wert.

Wir stachen abschließend noch in die Fußgängerzone und Einkaufsstraße Nanjing Road in der das meiste Gewusel stattfand, bevor es auch für uns wieder zurück in die Unterkunft ging um den Abend abzuschließen.

Mit neuem Elan und voller Energie stürzten wir uns am darauffolgenden Tag in den Regen. Für solche ungünstigen Wetterbedingungen gewappnet, haben wir uns das Shanghai Museum aufgehoben. Leider sind weder Matthias noch Ich wirkliche Museumsfanatiker und obwohl wir ein paar Stunden verbringen konnten, erwartete uns vor den Toren weiterhin lästiger Regen. Also ging es für uns ab durch die Mitte ins nächste Shoppingcenter, wo wir, nach einem kurzen Schaufensterbummel, in ein interessantes chinesisches Restaurant hineingestolpert sind. Das Essen war köstlichen und ein amüsantes Ereignis und motivierte uns dazu trotz des Regens noch unser letztes Ziel anzusteuern. Den Yuyuan Garden.
Dort angekommen war er leider aufgrund des Schlechtwetters geschlossen, jedoch entdeckten wir den naheliegenden Yuyuan Bazaar und verloren uns darin. Ein richtig nettes Areal mit kleinen Einkaufsgassen und Cafés in traditionell chinesischem Stil, definitiv das Highlight des Tages.

Morgen geht des dann gleich in der Früh weiter nach Busan und schließt unsere Zeit in Shanghai damit auch gleich wieder ab.
English:
Following the precarious situation we found ourselves in at the end of my last post, I’m delighted to report that, although we were extremely stressed, we made it to Shanghai without any major delays and with all our luggage accounted for. Although the flight departed two hours later than scheduled, the pilot managed to make up an hour, leaving us just an hour to race through four security checks across half the Guangzhou airport to make it to the gate in time. Fortunately, we were met as soon as we stepped off the plane and were given a sticker on our shoulders that drew the attention of all the staff and prompted them to usher us through the fast tracks like babysitters. We finally reached our gate five minutes before boarding began, only to find that the plane wasn’t there yet and boarding was delayed by 30 minutes.
Once we arrived in Shanghai, we immediately mastered our first challenge with flying colours: purchasing a 3-day metro pass by interacting with another person using simple words and wild gesticulation. We were also able to try out the Alipay app straight away, which we’d set up beforehand so we could make purchases instantly without any hassle. Definitely a must-have and the only way to get around cashlessly in Shanghai.
After a brief familiarisation with the city’s metro network, we quickly found our way to our hotel and, after a quick shower, threw ourselves back into the vast world of Shanghai. Our destination for the first day: the Lujiazui financial district and the city’s tallest skyscrapers, as well as a ride on one of the world’s fastest elevators up to the 118th floor of the Shanghai Tower at a breathtaking 18 m/s (it is the world’s third-tallest tower, now surpassed by the Merdeka Tower in Malaysia, which was built with a rather questionable design in pursuit of height). Definitely a breathtaking location, and with a bit less smog, the view would certainly be even more spectacular.

An important observation from the first day: for a metropolis with over 25 million inhabitants, it struck us as surprisingly quiet and not overly crowded. The flow in the metro was pleasant and hassle-free.
After our first breakfast buffet of the trip, featuring some very unusual options, we headed off in glorious weather to Gucun Park, a huge park just outside Shanghai, for our first – and hopefully not last – visit to the world-famous cherry blossoms. The park is dotted with cherry blossom trees in various colours, with the white blossoms currently at their peak.



After a few hours in the park, we made a brief stop at Tianzifang, a bustling shopping street, before heading back to the hotel for an afternoon nap to be fit for a late-evening stroll along the riverside promenade.
We’d obviously had the same idea as 4% of the city’s population, which brought the crowd to what felt like a million people and finally looked more like the throngs we’d expected given the population size. The illuminated skyline from the promenade is breathtaking, however, and well worth every moment of the hustle.

Finally, we made our way to the pedestrian zone and shopping street Nanjing Road, where most of the hustle was taking place, before heading back to our accommodation to round off the evening.

With renewed vigour and full of energy, we plunged into the rain the following day. Prepared for such unfavourable weather conditions, we had saved the Shanghai Museum for this day. Unfortunately, neither Matthias nor I are real museum enthusiasts, and although we managed to spend a couple of hours there, the annoying rain was still waiting for us outside the gates. So we headed straight for the nearest shopping centre, where, after a quick browse through the shop windows, we stumbled upon and into an interesting Chinese restaurant. The meal was delicious and a fun experience, and spurred us on to head for our final destination despite the rain: the Yuyuan Garden.
When we arrived, it was unfortunately closed due to the bad weather, but we discovered the nearby Yuyuan Bazaar and got lost in it. A really lovely area with small shopping alleys and cafés in traditional Chinese style – definitely the highlight of the day.

Tomorrow already seals our stay in Shanghai with an early flight to Busan and starts off our time in South Korea.